Software für die Erkennung von Daten auf Papier (Gis-Mask)
Mit dem Beginn des Projekts BayFlora im Jahr 2003, musste eine Lösung gefunden werden,
die handgezeichneten Verbreitungskarten von Herrn Dr. Meinunger in eine Datenbank zu verwandeln.
Die Karten lagen als Kopie, DinA3-Format vor und zeigten eine kopierte Deutschlandkarte mit TK-Raster,
in die vier verschiedene Symbole für Funde von Moosen im Quadrantensystem eingezeichnet waren.
Die Schwierigkeit bestand darin, einer Software "zu erklären" was ein Kreis, ein Viereck,
ein gefüllter Kreis oder ein gefülltes Viereck ist, das von Hand gezeichnet vorlag und
nur ca. 2-3 mm gross ist. Das Problem wurde durch die Firma Schindlbeck IT Consulting gelöst:
Das Programm GIS-Mask erkennt Formen und ordnet die georeferenzierten Koordinaten einem Kartenblattquadranten
zu. Bei einer gedruckten Vorlage hätte man nach dem Einrichten der Vorlagen das Programm völlig
selbstständig arbeiten lassen können - eine Lösung für alte Atlanten - in unserem Fall waren
aber alle Vorlagen etwas unterschiedlich (Verzerrungen durch das Kopieren, angesetzte TKs in der Vorlage, Handschrift).
Die Entscheidungen des Programms mussten also überprüft werden und so musste die Eingabe von einer Vielzahl
von Studenten überwacht werden. Auf die Art und Weise konnten 1,5 Mio Datensätze von Moosen aus Deutschland
innerhalb eines Jahres digitalisiert werden.
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